Grenzen bei Bondage

Grenzen - Grenzüberschreitung bei Bondage. Bondage erfordert vetrauen und Grenzen sollten vorher Besprochen werden.

21. Mai 2009
Grenzen bei Bondage

Hallo an alle Gefesselten,
Haben mal eine Frage, Grenzen - Grenzüberschreitung bei Bondage.
Bondage erfordert vetrauen und Grenzen sollten vorher Besprochen werden.
Wo habt ihr eure Grenzen

Gefesselte Grüße Aficionado1
21. Mai 2009

Sehr unterschiedlich kommt immer auf die Partnerin an...
Aber generell bei Bleibenden Schäden...
21. Mai 2009
@Jirik

Hallo,

was verstehst du unter bleibenden Schäden
21. Mai 2009
Grenzen

Du hast nach unseren Grenzen gefragt , ich nehme daher an , das du die persönliche Grenze meinst , ab der wir Stop sagen .
Nun , wenn bleibende körperliche Schäden auftreten können , was bei unprofessionellem Bondage sehr schnell passieren kann , ist Schluss mit lustig . Meine Grenzen liegen eher in der Zeit . Bondage soll eine erotische Wirkung auf mich haben , und keine Folter sein . Unbequeme Stellungen zum Beispiel , wie ein Hogtie , sind auf Dauer ziemlich abtörnend , wenn nicht sogar gefährlich . Manche Rope Bunnies wollen ab und zu mehr , als ihre Gesundheit verträgt . Es ist Aufgabe des Rope Masters , dafür zu sorgen , das gesundheitsgefährdende Dinge vermieden werden .
Spiel mir das Lied vom Tod , die Filmszene kennt jeder , hat zwar ihren Reiz , wäre aber für mich absolut tabu !

LG Stefan
22. Mai 2009

Erstens mal: Es wäre hilfreich wenn ihr als Paarprofil hinschreibt, welcher von beiden den Beitrag geschrieben habt. Auch wenn die Schreibe dieses Mal schon sehr auf eine eines Mannes hinweist *zwinker*

Und zweitens: Was bewegt dich (bzw. Euch) zu dieser Frage? Neugierde? Oder lotet ihr gerade selbst Eure Grenzen aus und wisst noch nicht so recht, wo sie liegen oder wisst nicht so genau, welche Grenzen so bestehen können ...?

So, genug des Gemeckerns *zwinker*

Ich habe da zwei Grenzen: Eine natürlich gegebene, und eine eher subjektive.

Die natürliche: Bleibende Schäden. Ist für mich ein NO-GO. Sobald beim Bondage der Verdacht auftreten könnte dass ein bleibender Schaden sehr schnell entstehen kann, lasse ich die Finger davon. Deswegen lege ich auch nie Seile um den Hals! Es gibt Leute die mögen es, ich würde es aber selbst trotz der Tatsache dass ich sehr vorsichtig bin und die Person es dringend wünscht, nicht machen.

Dann gibts da noch die subjektiven Grenzen.
Als passiver Part ist für mich die Grenze eine Bondage, die so schlecht aushaltbar ist, dass man sie innerhalb kürzester Zeit wieder lösen muss. Ich bin nun einmal gerne ein Langzeitspieler, und ein großer (wenn nicht sogar der größte Kick) ist für mich dass ich nicht weiß, wann genau ich da denn nun wieder herauskomme oder befreit werden werde. Wenn ich weiß dass eine Fesselung ohnehin nur 5 Minuten lang bestehen bleiben kann, weil es sonst Schäden mit sich ziehen könnte, würde ich bereits im Vorfeld eher "nö" sagen.

Ansonsten sind die Grenzen höchst fließend. Da ich passiv und vor allem aktiv noch nicht sooo viel erlebt habe, lasse ich mich da mal überraschen, was noch so kommt. *zwinker*
22. Mai 2009
@Aficionado1

@Jirik
Hallo,

was verstehst du unter bleibenden Schäden?

Für mich liest sich das eher, als ob Dir etwas passiert ist und Du Dir hier versuchst die Absolution zu holen.

Verzeih, möchte Dich nicht angreifen.

Besten Gruß,
HHEdonism
22. Mai 2009
@Jirik

Hallo

nein passiert ist nichts.
Wir stellten uns die Frage, was du mit bleiben Schäden meinst.

LG Aficionado1
22. Mai 2009
Ein denke ...

über bleibende Schäden braucht man als Grenze nicht nachzudenken. Die ist da und auch nicht diskutierbar. Bleibende körperliche Schäden sind immer vermeidbar, wenn man sein Handwerk versteht und ein wenig mitdenkt und einige Grundregeln beachtet.

Wenn ich über Grenzen und Grenzüberschreitungen bei Bondage nachdenke, kommen mir die individuelle Schmerzgrenze und vor allem die psychische Belastbarkeitsgrenze in den Sinn. Die Schmerzgrenze hängt, wie immer, von der Tagesform, dem Partner, dem Kontext ab. Die psychische Belastung ist schwieriger auszuloten. Meine Partnerin und ich haben sehr intensive Erfahrungen mit Langzeitfesselungen (über mehrere Tage), wobei meine Partnerin die gefesselte Person gewesen ist. Was aus der permanenten Bewegungsarmut, der Hilflosigkeit und Demütigung werden kann, ist sehr verschieden. Von Depressionen und Platzangst über Wutanfälle bis Angstzuständen war alles dabei. Hier sehe ich eine mögliche Gefahr für das Vertrauen und das große Gefahrenpotenzial bei länger andauernden Fesselungen. Dazu kommt der Kontext. Ist die Fesselung ein Kick oder eine Bestrafung. Straffesselungen sind in der Regel noch schwerer zu ertragen als Fesselungen als Bestandteil eines Spiel.

Dass Vertrauen da sein muss, ist aus meiner Sicht kein Diskussionsthema, sondern Grundvoraussetzung. Grenzen vorher zu besprechen gehört einfach zu SSC. Ansonsten kann man sich herantasten an die Grenzen. Wobei alle Fesselungen, die Atemwege mit einschließen, ein absoluter Grenzfallbei uns sind. Ich sehe Bondage als eine Feld an, was sehr weite Variationsmöglichkeiten hat, ohne Schäden anzurichten. Voraussetzung ist das Beschäftigen mit elementaren Grundregeln und immer mit dem gefesselten Partner in Kontakt zu bleiben.

Hank
22. Mai 2009
GRENZEN bei Bondage...

... finde ich schwierig diskutierbar.

Ich kann nur aufzeigen welche NoGos ich habe.

Und das absolute NoGo bei Bondage für mich ist, den Gefesselten Partner unbeaufsichtigt zu lassen.

Vinciens
22. Mai 2009

Da schließe ich mich Vinciens an.

Alles andere ist - in meinen Augen - nicht zu verallgemeinern.
Und Schäden sind selbst bei sorgfältigster Bondage nie ganz auszuschließen.
Wer das behauptet sollte besser die Seile wegschmeißen.
Die Reaktionen eines Körpers lassen sich nicht vorhersagen.
psychische Reaktionen noch weniger.

Daher ist auch für mich das einzige wirkliche TABU,
die/den Passive/n alleine zu lassen.
22. Mai 2009

Grenzen in Zusammenhang mit Bondage ist mir persönlich zu wenig Information.

Von welchen Grenzen reden wir.

emotionale oder
körperliche (nicht jedes Bondage geht bei jedem)

Kater
22. Mai 2009

Wir haben noch fast keine Erfahrung, aber unser erster Versuch ging voll daneben.
Es war nicht viel, aber dennoch hat es gereicht mich zu einem Absturz mit endloser Panik zu bringen.
Seit dem haben wir auch noch keinen erneuten Versuch gestartet.

Ich glaube, man kann bei Unerfahrenen sehr schnell an Grenzen stoßen und diese auch überschreiten!


Luna
22. Mai 2009
^^

also ich versteh die ganze diskusion hier nicht wirklich . . . anfänger sollten ohnehin nicht gleich mit hängen oder fixieren starten!
es gibt ne menge möglichkeiten sich mit schmuckbodage rann zu tasten *zwinker* da bleibt das gebunde objekt frei beweglich, sieht nett verpackt aus und kann selbstständig eingreifen wenn es merkt das die durchblutung gestört wird & o.ä. . . . wenn dann das gefühl für material und vertrauen des partners stimmt kann man sich langsam weitertasten . . .

tick
22. Mai 2009
Grenzen erkennen...

...in den eigenen Fähigkeiten ist für mich das Wichtigste beim aktiven Part. Aus Fehlern lernen, sein Wissen ständig erweitern, seine eigenen Mängel erkennen und reflektieren.

Bondagetechniken, die nicht 100%ig sitzen, blindlings ausprobieren nach dem Motto "damit imponiere ich dem Passiven und das wird schon gutgehen" - eindeutig Grenzüberschreitung!

Wo habe ich neulich diesen treffenden Satz gelesen?
"Don't mix a big-ego-dom and NawaShibari".


Grüße
wetcat *mrgreen*
23. Mai 2009

Grenzen gibt es nicht bei Bondage,
nur der emotionale Kontakt ist wichtig.

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