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Transition bein Bondage

****ond 
Themenersteller580 Beiträge
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****ond Themenersteller580 Beiträge Mann
Transition bein Bondage
Da ich gerade in der Phase bin, von einer "Statischen" Suspension zu einer Transitiven zu kommen, kam mir die Frage nach der Sicherheit in Transitions von Two44 gerade recht.

Wikipedia
Transition (lat. "transitio" "Übergang", Substantiv zu "transire" "hinübergehen) bedeutet allgemein Wandel, Wechsel oder Umbruch; auch Übergang von einem Zustand in einen anderen.

Zunächst einmal bedeute Transition für mich, nur eine Bewegung des Models von einer Position in die andere.
Dabei ist die Anatomie zu beachten, dass der Körper die Bewegung von der Ausgangsposition zur gewünschten Endposition auch unbeschadet durchführen kann. Inklusive der Auftretenden Kräfte die bei Gewichtsverlagerung oder Beschleunigung einer schnellen Bewegung auftreten können.
Ebenso dürfen natürlich keine Hindernisse im Weg sein.
Bei Suspension muss natürlich die Höhe vom Boden beachtet werden!

Das Transitions nicht unbedingt an Suspensions gebunden ist und man diese auch gerade bei Floorwork nutzt, sieht man hier:


Was wäre Floorwork ohne Transitions? *oede*

Transition bedeute für mich aber nicht nur die Verlagerung vom Körper, sondern auch die Verlagerung von Gewicht.
In einer Suspension bedeute das für mich, ich muss jede Suspension Line, auf die ich Gewicht verlagern möchte, wie eine Mainline behandeln.
Ebenso muss die Fesselung an der diese Line befestigt ist, dafür geeignet Sein die Kräfte aufzunehmen.
Auch der Befestigungspunkt an der Fesselung muss so gewählt werden, dass er das Gewicht hält, der Körper des Models danach gut ausbalanciert ist und das Hänge-Seil (die Line) bei der Bewegung oder dem Körper nicht im Weg ist.
Dabei kann helfen die Transitionen nur langsam durchzuführen, damit man diese jederzeit abbrechen oder Rückgängig machen kann.

Lathnor hat noch einige weitere sehenswerte Transition Videos auf seinem Kanal.

Hier noch ein Transition Beispiel von Hajime Kinoko:


Sicherheit kommt durch Üben.

Ich denke, wenn man Suspensions und Mainlines beherrscht, kann man sich langsam an Transitions herantasten.
Dann sind Transitions kein Hexenwerk.
JEDE Transition sollte erstmal langsam durchgeführt werden und der gefesselte Partner sollte dann Rückmeldung geben was gut ist und was nicht.

Jeder Mensch ist anders, bei anderen Partnern, muss man von auch wieder langsam anfangen und Individuell bleiben!

Gut ist es natürlich, wenn bei so etwas Leute dabei sind, die im Notfall anpacken können!

Spricht Irgendwas gegen diese Herangehensweise?
Habe ich Sicherheitsaspekte vergessen?
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****ond 
Themenersteller580 Beiträge
Mann
****ond Themenersteller580 Beiträge Mann
Ach so vergessen...
Die Suspension Line die das Gewicht von einer anderen Line übernehmen soll, muss natürlich sicher (wie eine Mainline) sein, BEVOR man das Gewicht auf diese Verlagert. *zwinker*

Vordenken ist durch Nachdenken hier nicht zu ersetzen!
*****abi 
399 Beiträge
Mann
*****abi 399 Beiträge Mann
Im Moment scheint es total trendy aus der größten Banalität eine Wissenschaft zu machen. Was Wikipedia dazu sagt ist auch nicht wichtig, da Wikipedia-Beiträge nur selten von Shibari-Enthusiasten geschrieben werden. Von den meisten wird es im Kontext Shibari so verstanden: Transition = Wechsel in eine neue Figur / Progression = Veränderung innerhalb einer bestehenden Figur. Die Übergänge sind fließend, manche verwechseln die Begriffe auch oder definieren sie für sich anders.

Ich denke, wenn man Suspensions und Mainlines beherrscht, kann man sich langsam an Transitions herantasten. Dann sind Transitions kein Hexenwerk.

Solche Sätze machen mir immer etwas Angst. Die Kausalitätskette dazu sieht meist so aus: Pauschal-Urteil > Selbstüberschätzung > Unfall. Das klingt nach "Hey, ich hab eine Suspension gelernt und nun kann ich alles andere auch oder?" Am Ende des Tages ist es aber leider so, dass es hundertzwölfzig Suspensions, noch mehr verschiedene Körper und Trillionen von Progressions- und Transitionsmöglichkeiten gibt, die so individuell machbar oder nicht machbar sind, wie es die immense Anzahl an unbestimmten Variablen zulässt. Wo Du Dich herantasten kannst, solltest oder lieber nicht, ist also auf diesem Wege nicht zu beantworten.

Liebe Grüße, Ralf
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****ond 
Themenersteller580 Beiträge
Mann
****ond Themenersteller580 Beiträge Mann
Lieber Ralf Du weisst ich bin Dein Schüler *anbet*

Nawasabi:
Im Moment scheint es total trendy aus der größten Banalität eine Wissenschaft zu machen.

Dann lass uns aus Transitions auch keine machen *zwinker*

Nawasabi:
Solche Sätze machen mir immer etwas Angst. Die Kausalitätskette dazu sieht meist so aus: Pauschal-Urteil > Selbstüberschätzung > Unfall. Das klingt nach "Hey, ich hab eine Suspension gelernt und nun kann ich alles andere auch oder?" Am Ende des Tages ist es aber leider so, dass es hundertzwöfzig Suspensions, noch mehr verschiedene Körper und Trillionen von Progressions- und Transitionsmöglichkeiten sind, die so individuell machbar sind wie es die immense Anzahl an pauschal nicht zu bestimmenden Variablen zulässt.

Ich erkenne da leider nur pauschal Kritik und kein echtes Argument.

Wer kann mir denn dies Trillionen von Progressions- und Transitionsmöglichkeiten in einem Workshop beibringen?
Wann kann (darf) ich mich von meinen Sensei´s abnabeln und selber Denken und Handeln?
Soll mein Sensei jede transition vorher absegnen?

Letztendlich muss ich jede dieser trillionen Möglichkleiten selbst Erarbeiten. Nach obigen Langsam herantasten, vielleicht mit fachlichen nachfragen bei meinem Sensei.

Grundkenntnisse in Suspension und Transition, aus einem Workshop natürlich vorausgesetzt.

Danke für die Differenzierung von Transition und Progression.
ändert das was an meinen Ausführungen?
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******awa 
245 Beiträge
Mann
******awa 245 Beiträge Mann
Hallo ich schreibe hier mal als Schüler, wir lernen jetzt seit etwas über einem Jahr und für uns sind Suspensions und Progressionen immer etwas besonderes .... Sie bedürfen aus unserer Sicht ein ein gutes Zusammenspiel zwichen Rigger und Model, wie auch viel Aufmerksamkeit des Riggers auf das Model damit er gut auf Sie eingehen kann..... hinzu kommt das die Lines gut gehändelt werden müssen. Dies bedeutet für uns üben üben und nochmal üben ..... erst in Progressionen dann in Transitions. Wir lernen aus jeder Fesselung für uns etwas neues.
**********hen70 
8.407 Beiträge
Frau
**********hen70 8.407 Beiträge Frau
Ihr habt ja beide Recht *zwinker*

@TopBond Ich kann dich gut verstehen, denn genau an dem Punkt war ich vor ein paar Jahren auch. Ich hab seinerzeit dann einen Workshop zu dem Thema besucht, um so mal die ersten babysteps von statischer Suspension in einen bewegten Ablauf hinzubekommen.

Wenn man dann "drin" ist, ist es in der Tat kein Hexenwerk und es eröffnen sich bis dahin nicht für möglich gehaltene Optionen. Mich hat in einem Workshop z.B. eine 360-Drehung von Fred Hatt und Anna Bones sehr geflasht. Aber man muss nun nicht unbedingt ins Anatomie Lab (obwohl sicher auch nichts dagegen spricht). Einfach weiter Workshops und Treffen besuchen und mit Besonnenheit weiter lernen, was auch heißt nicht zu viel auf einmal wollen. Dann kommt das mit der Praxis und es entwickelt sich ein Gefühl dafür.
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*******NAWA 
291 Beiträge
Paar
*******NAWA 291 Beiträge Paar
Wir können Ralf nur zustimmen, aus allem wird eine Wissenschaft gemacht, ganz schrecklich.
Ich glaube TopBond du bist einer der diverse Workshops bei Ralf besucht hat und nicht direkt sein Schüler ist , denn dann wäre dein Lehrweg ein ganz anderer, so wie wir Ralfs Lehrstil kennen würdest du genau wissen was du kannst und wo du stehst. Ich meine das ganz wertfrei und nicht böse, bitte nicht falsch verstehen.
I'm Großen und Ganzen sollst du alleine Denken und frei Handeln beim fesseln aber eben immer nur soweit wie dein aktueller Stand es dir erlaubt. Die Kritik von Ralf mit der Kausalitätskette ist mehr als berechtigt da die Szene sich in den letzten Jahren leider ganz arg geändert hat und ein solches Denken leider leider ganz normal geworden ist.

LG Cati
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****ond 
Themenersteller580 Beiträge
Mann
****ond Themenersteller580 Beiträge Mann
Ok. Workshop Teilnehmer nicht Schüler.
Ich sprach ja auch immer davon das man seinen Stand kennen muss, und sich langsam mit Vordenken herantastet.
Was Überschätzung nicht ausschliest, aber zumindest das Risiko daraus aus meiner minimiert.
*****abi 
399 Beiträge
Mann
*****abi 399 Beiträge Mann
Ich hab Dich schon richtig verstanden Peter und fühle mich auch sehr geehrt, aber Cati hat den Nagel trotzdem auf den Kopf getroffen. Heut zu Tage ist es total hip hier einen Workshop zu machen, morgen beim nächsten und übermorgen ganz wo anders. Und je bekannter der Name desto besser. Im Prinzip spricht da auch nichts gegen. Das Problem daran ist nur, dass eine Supervision praktisch ausgeschlossen ist. Liegt in der Natur der Sache,

Ich hatte den Beitrag, trotz der langen Einleitung als eine Art kleinen Hilferuf - oder eine Art der Bitte um Absolution verstanden. Nach dem Motto "Verstehe ich das richtig, wenn ich paar gute Suspensions fesseln kann, kann ich mich auch an Transitionen wagen." So kam das bei mir an. Und da lauten meine Antworten:

Je nach nach dem.
Kommt drauf an.
Eventuell.
Gegebenenfalls.
Vielleicht.
Mehr oder weniger.

Die Frage lässt sich, auf Grund zu vieler unbestimmbaren Variablen leider nicht von der Schwarmintelligenz des Joyclubs beantworten. Da musst Du entweder konsequent tun, was Du für richtig hälst oder jemanden, der Deinen Stand kennt darüber informieren was du genau tun möchtest. Ein guter Lehrer wird Dich auch beim "Experimentieren" begleiten und Dir nicht nur das Laufen beibringen, sondern auch eigene Wege zu gehen.

Knutschi
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******awa 
245 Beiträge
Mann
******awa 245 Beiträge Mann
@Nawasabi ..... immer dieses ..... *lach* ... so spaß beiseite ich stimme Dir vollkommen zu ... Das lernen bei einem Lehre ist bedeutend besser und Intensiver da dieser dann genau über deine Fertigkeiten bescheid weiß und du dich immer mit Ihm absprechen kannst bzw. du die Möglichkeit hast dich mit Ihm auszutauschen.

Die Selbstüberschätzung ist ein großes Problem. Selbstreflexion und Kommunikation mit dem Model führen in der Übungssituation dazu das man sich gut Dinge Schritt für Schritt erarbeiten und verbessern kann.
*********Seil 
3.657 Beiträge
Mann
*********Seil 3.657 Beiträge Mann
Jede Suspension beinhaltet doch automatisch schon mindestens 2 Tranistionen: Eine vom Stand in die Suspension und eine wieder zurück in den Stand.

Allein schon dabei lernt der Rigger, wie grau die Theorie ist, weil das jedes Mal ein bisschen anders läuft.

Und dann kommt es eben darauf an, wie man veranlagt ist. Wer immer streng nach Plan fesselt, der muss sich dann eben einen neuen, umfangreicheren Plan machen. Wer eher "Freistil" fesselt, der wird sich auch mit Progressionen und Transitionen nicht so schwer tun.

Müßig ist es meines Erachtens nur, das Ganze zu theoretisieren, denn der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer, als in der Theorie *klugscheisser*
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*****abi 
399 Beiträge
Mann
*****abi 399 Beiträge Mann
Sorry, das halte ich für nicht zutreffend. Wir wissen aus der Forschung, dass es praktisch nicht möglich ist, während dem Klavierspielen zu komponieren. Das menschliche Hirn ist dafür nicht gemacht. Improvisation erfordert Vorbereitung. Oder wie Rudi Carell mal so schön sagte:

"Wer etwas locker aus dem Ärmel schütteln will, der muss erst mal was in den Ärmel reinfüllen."

Jeder Musiker, Maler, Bildhauer - und nicht zuletzt jeder erfahrene Rigger wird Dir bestätigen, dass Du schneller und freier auf der Klaviatur des Seils spielst, wenn die Tonleitern durch Musclememory abrufbar sind. Und zu denen gehören eben auch ein sicherer Start, eine sichere Landung und möglichst viele Kombinationen all dessen was Du erlernt hast. Je größer die Anzahl der erlernten Akkorde, Progressionen, Transitionen, Variationen usw. - desto freier wirst Du. Oder für die Linguistiker: Eine Sprache wirst Du nur dann frei und eloquent nutzen können, wenn Du möglichst viele Vokabeln gelernt hast. Die kommen einem nicht zugeflogen. Das ist harte Arbeit.

Meine 2 cent
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******awa 
245 Beiträge
Mann
******awa 245 Beiträge Mann
und nur am Rande noch ein wichtiger Punkt der Erwähnung finden sollte ist die richtige Wahl der TK die man für die Transions braucht.
*******Mind 
135 Beiträge
Frau
*******Mind 135 Beiträge Frau
Ich arbeite sehr gern mit Transitions und finde dass sie ein gutes Mittel sind um eine Session runder zu gestalten. Auch weil viele (meiner) Models die Positionswechsel mit verschiedenen Be- und Entlastungen als sehr angenehm empfinden und es den Körper nicht so einseitig belastet wie eine statische Position. Auch bekommt man als Rigger ein besseres Gefühl für den Körper des Partners und lernt ihn dabei noch einmal ganz anders kennen (besonders was Stärken und Schwächen angeht).

Dennoch kann ich mich dem was Nawasabi & Co. sagen nur anschließen. Man sollte sich vorsichtig herantasten und sich das ganze lieber erst mal von einem Profi zeigen lassen. Vor allem wenn man wirklich sehr wenig Erfahrung damit hat. Selbst ich bin bei neuen Formen und Positionen immer noch extrem vorsichtig, und das obwohl ich seit 2 Jahren eigentlich in fast jede Session mehrere Transitions mit einbaue. Trotzdem fällt es auch mir bei neuen Formen schwer die Risiken und Veränderungen abzuschätzen, weshalb ich das Erklären, Vorzeigen und Dabeisein eines Profis zum Anfang immer sehr wichtig finde.

Ein sehr großes Risiko sehe ich übrigens auch darin, dass man in der Lage sein muss sein Model bei Problemen so schnell wie möglich wieder in eine entlaste Position bringen zu können. Das kann insbesondere bei sehr einschränkenden Positionen ein Problem werden, bei denen man dann nicht mehr einfach mal so einen Fuß zur Entlastung zum Boden bringen kann. Da muss man als Rigger schnell handlungsfähig sein und genau wissen wie man sein Model schnell und sicher wieder herunter bekommt und wie sich bestimmte Veränderungen auf Körper und Position auswirken. Und wie das geht kann dir am besten ein erfahrener Lehrer zeigen und erklären. In dem Fall ist Wissen einfach besser als Vorsicht und macht dich im Problemfall schnell handlungsfähig.
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****ond 
Themenersteller580 Beiträge
Mann
****ond Themenersteller580 Beiträge Mann
Danke Nawasabi

Ja, der Post war ein Gemisch aus Begriffserklärung und welche Vorüberlegungen man anstellen sollte.
Als Begriffserklärung deshalb nochmal, danke für die Differenzierung von Transition und Progression.

Mit deiner Antwort kann ich nun etwas Anfangen und das meine ich Ernst.
Denn das was ich hier mache, kann über das Netz schlecht beurteilt werden.
(Gibt es auch Workshops über Skype und Webcam? *lol* )

Nun "Workshop" hopping macht Ihr ja auch, nur bei den Japanischen Superstars der Szene und wir stehen ja "nur" in der dritten Reihe. Was nicht bös- oder abwertent gemeint ist, sondern Tatsache.

Ich habe nur gemerkt, dass es mir sehr gut tat und weiter gut tut, bei mehreren Lehrern zu lernen und zusätzlich mein eigenes Gehirn zu benutzen. *g*

knutschi zurück
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******awa 
245 Beiträge
Mann
******awa 245 Beiträge Mann
Was ich Dir nur von ganzem Herzen empfehlen kann .... ist dich mit anderen Seilbegeisterten Menschen auf deinem Level zusammen zu setzten und neben Workshops etc. Fesselungen gemeinsam zu erarbeiten... meines Erachtens hat dies den Vorteil das es alle zusammen weiterbringt.
*******Mind 
135 Beiträge
Frau
*******Mind 135 Beiträge Frau
Wenn man keinen festen Lehrer hat (habe ich übrigens auch nicht) hier mal ein möglicher Weg wie man sich da herantasten kann:

Suche dir Positionen / Fesselungen / Transitions die dir gefallen und die du gern lernen möchtest. Dann suche dir im nächsten Schritt einen Lehrer, der für dich erreichbar ist und der diese Positionen / Transitions unterrichtet. Dabei wird dir dann auch recht schnell klar werden ob dein bisheriger Erfahrungsstand dafür ausreicht um das zu machen / lernen was du gern machen / lernen würdest, denn in der Regel gibt es für jeden Workshop oder jede Unterrichtseinheit bestimmte Vorraussetzungen / Fesselungen die man vorab schon beherrschen sollte. Wenn da noch gewisse Kenntnisse / Fähigkeiten fehlen, kannst du dich dann erst mal dem annehmen (z.B. durch Vorbereitungsstunden bei dem Lehrer oder Menschen die in seinem Namen unterrichten) und dann wenn alles einigermaßen sitzt den Workshop besuchen.

So hab ich es damals gemacht und es hat für mich sehr gut funktioniert. Auf dem Workshop merkt man dann auch recht schnell wo man selbst eigentlich steht und woran man (weiter) arbeiten muss und hat dann erst mal genug Stoff für die nächsten Trainingsrunden.

Wie viel Üben und Vorbereitung vorher und nachher nötig ist, hängt dabei natürlich stark vom eigenen Kenntnisstand ab und davon wie anspruchsvoll die vermittelten Inhalte sind. Ich denke nicht zuletzt deswegen legen sich viele Rigger dann doch irgendwann erst mal primär auf einen Stil bzw. Lehrer fest, da man eben bei bestimmten Techniken eine gewisse Zeit und Übung braucht, bis man sie einigermaßen sicher beherrscht und verstanden hat (und sich die Zeit dafür zu nehmen kann sich wirklich lohnen).


Und nun noch was dazu:

Jede Suspension beinhaltet doch automatisch schon mindestens 2 Tranistionen: Eine vom Stand in die Suspension und eine wieder zurück in den Stand.

Streng genommen stimmt das natürlich schon. Nur ist das eben nicht das was die meisten meinen wenn sie von Transitions sprechen. Deshalb wäre es bisschen fahrlässig zu sagen, dass bei Transitions alles easy ist, da es gewissermaßen fast jeder doch irgendwie macht. Darüber hinaus lassen sich viele "Startpositionen" noch recht leicht auflösen (in dem man z.B. den zuletzt hochgezogenen Körperteil einfach wieder runter lässt), während dies dann bei vielen späteren Positionen nicht mehr ganz so einfach ist (z.B. kopfüber oder mit Drehungen im Körper).

Und dazu:

Und dann kommt es eben darauf an, wie man veranlagt ist. Wer immer streng nach Plan fesselt, der muss sich dann eben einen neuen, umfangreicheren Plan machen. Wer eher "Freistil" fesselt, der wird sich auch mit Progressionen und Transitionen nicht so schwer tun.

Für mich hat das nichts mit Freistil, sondern mit Wissen und Verständnis zu tun. Natürlich muss man vorab nicht zwangsläufig genau festlegen welche Positionen man macht (mache ich übrigens auch nicht), aber man sollte zu den Positionen die man macht ein gewisses Wissen und Verständnis haben. Improvisationstalent nützt gar nichts, wenn man im Problemfall nicht weiß wie man sein Model schnell und heil wieder aus einer bestimmten Position heraus bekommt oder das Verständnis für bestimmte Zusammenhänge fehlt.
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******978 
1.365 Beiträge
Mann
******978 1.365 Beiträge Mann
ich stell hier mal die these auf...
...das es darum geht das System zu verstehen...dann geht auch nix schief..denn am ende des tages unterrichten lehrer auch nur nach einem system, entweder dem eigenen oder nach irgendwem...

darum finde ich es sinnvoll, kreativ zu sein und nicht nur stupide nachzufesseln, wass der herr oder die frau mit dem grünen punkt auf der mütze machen...natürlich ist es wichtig dabei sich nie selbst zu überschätzen...

..für mich hat immer gut funktioniert - wenn ich mal was neues probieren will - das ganze erst mal auf dem boden zu versuchen um zu sehen ob das aufgeht, was ich mir gedacht habe....
*********Seil 
3.657 Beiträge
Mann
*********Seil 3.657 Beiträge Mann
Pepper_Mind:
Für mich hat das nichts mit Freistil, sondern mit Wissen und Verständnis zu tun.

*blabla*
Freistil setzt Wissen und Verständnis voraus, sonst ist es nur Huddelei! *roll*
*******Mind 
135 Beiträge
Frau
*******Mind 135 Beiträge Frau
DerMitDemSeil:

*blabla*
Freistil setzt Wissen und Verständnis voraus, sonst ist es nur Huddelei! *roll*

Klar, aber Freistil kann vieles sein. Gibt einige die Freistil fesseln, aber mit Progressionen, Suspensions oder Transitions nicht viel am Hut haben. Oder trotzdem kein Wissen zu bestimmten Positionen oder Formen haben. Zu behaupten wer Freistil fesselt hat es automatisch leichter, halte ich für sehr gewagt. Ich kann auch Freistil fesseln, würde aber trotzdem bestimmte Positionen oder Transitions nicht einfach so ohne Anleitung machen. Da Freistil nicht heißt dass man automatisch alles kann, weiß, beherrscht und versteht. Und wenn du meinst dass man eben ein spezielles Freistil-Wissen für den Bereich braucht dem man ausprobieren möchte so deckt sich dass doch wunderbar mit dem was schon durch deine Vorredner gesagt wurde. Denn durch "Veranlagung zum Freistil" erwirbt man dieses Wissen sicherlich nicht *zwinker* .
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******age 
233 Beiträge
Mann
******age 233 Beiträge Mann
Zuviele Gedanken vernebeln den Geist
Transition bedeute für mich aber nicht nur die Verlagerung vom Körper, sondern auch die Verlagerung von Gewicht.
Körper = Gewicht: Gleichgewicht. Transition ist das Rope Model im Gleichwicht zu behalten, physisch und mental.
In einer Suspension heißt das alle Linien stehen unter Zug und unterstützen das Rope Model.
Die kurzen Momente, in denen diese Regel aussetzt, arbeitet das Rope Model aktiver, um selbst sein Gleichgewicht (so nah wie möglich) wieder herzustellen (Komfortzone).
*******art 
78 Beiträge
Mann
*******art 78 Beiträge Mann
Interessantes Thema,
was wohl jeden Rigger früher oder später beschäftigt.
Zu meinen Gedanken und Erfahrungen:

Stabil hängt ein Körper an 3 Punkten.

Vorteilhaft für eine Transition ist es, wenn jeder der 3 Punkte auch alleine das ganze Gewicht halten kann, denn dann kann man einen oder sogar zwei dieser Punkte lösen (und dann andere Befestigungspunkte finden).
Solche vorteilhaften Punkte sind z.B. TK hinten zentral, TK seitlich, fettes Bein oder stabiler Hüftgurt.

Unvorteilhaft/Schmerzhaft wird es, wenn während einer Transition das Körpergewicht an schwachen Punkten hängt, z.B. nur am Fuß.

Ansonsten: vom Einfachen zum Schweren, vorher Denken, Üben, Fragen, sich helfen lassen, auch mal eine Transition abbrechen, wenn es nicht geht beim Bunny/Rigger.

Ach ja: Shibari ist kein Hochleistungssport, es geht auch ohne Transitions. Fesseln am persönlichen Limit hat selten entspannte Emotionen, sondern ist häufig nur Stress (bei mir jedenfalls).
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